Vermehrt lese ich — und bekomme ich hautnah mit — wie Touristen derzeit auf die Insel kommen. Und wie sie mit Ferienhäusern, Besitzern und Agenturen umgehen.

Was ist das nur für eine unfreundliche, unverschämte Gesellschaft geworden?

Selbstverständlich gilt das nicht für alle. Das ist klar.

Aber die, die sich hier getriggert fühlen, dürfen sich ruhig angesprochen fühlen.

Ein Post hier, ein Post dort. Überall dasselbe Bild. Und ich bin es leid.

Ein wunderschönes Haus — ausgestattet mit handgemachten Stoffen aus Sardinien. Wer so etwas schon mal gekauft hat, weiß, was das kostet. Alles verdreckt. Lieblos auf den Boden geworfen. Wände schmutzig. Sogar die Vorhänge. Vom Müll ganz zu schweigen.

Ein B&B berichtet dasselbe — inklusive Wäsche, die trotz Trockner einfach über Stühle geworfen wurde. Die Stühle schimmeln jetzt.

Dann wieder ein anderes Haus: Die Bewohner haben ihren Müll unmittelbar vor dem Haus hinterlassen — am Strand. Inklusive der Tagesdecke vom Bett. Und den Liegestühlen aus dem Garten.

Und dann die Klassiker beim Einzug:

„Ich dachte, es sei näher am Strand."

Du dachtest es sei näher am Strand?????
Mein Lieber — denken heißt nicht wissen.
Und wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Und dann wollen sie ein neues Haus. In der Hauptsaison!! Na klar — man hat ja auch nur auf sie gewartet.

Also bekommt man ein neues Haus. Größer. Dementsprechend auch teurer. Und sie wollen aber nicht zahlen. Also kommen mal wieder die Carabinieri.

Leute — kommt ihr hierher, um Urlaub zu machen? Oder um den Frust, den ihr in eurem eigenen Land angesammelt habt, hier auszulassen?

Ihr sagt, wer auswandert, muss sich integrieren. Und was erlebe ich hier? Keiner kommt auch nur auf die Idee, sich zu integrieren. Sich anzupassen. Respekt zu zeigen. Das muss aufhören.

Wenn eine Beschwerde berechtigt ist — ok, keine Frage. Aber dieses Rumschnautzen und Fordern nimmt hier überhand. Auch die Vorstellung, dass man mit einer Agentur Rundum-Service mitgebucht hat:

„Bring mir Wein."
„Bring mir Grillbesteck."
„Kannst du mit meinem Sohn Fußball schauen? Er hat gerade eine schwere Zeit."
„Such uns mal das neueste, beste Agriturismo."
„Wo ist dies, wo ist das?"

Leute — merkt ihr es eigentlich noch selbst????

Geht ihr auch in den Supermarkt und erwartet, dass man euch den Einkauf rausträgt? Geht ihr ins Kino und erwartet einen Hocker für die Füße und einen extra Tisch für eure Getränke?

Und jetzt kommt's: „Ja, aber dafür zahle ich auch viel Geld!"

Ach so. Und das erlaubt es euch, so mit Häusern, Besitzern, Agenturen und Personal umzugehen?

Denkt mal über eure eigene Logik nach.

Sonst heißt euch bald niemand mehr willkommen — hier oder sonst wo.

— Brit